Online-Workshop „Hitzevorsorge in Kommunen“ erfolgreich durchgeführt

20.06.2022

Was tun bei Hitze?

Dieses Thema wurde am 24.05.22 in einem zweistündigen ZKA-Spezial „Hitzevorsorge für Kommunen“ mit 120 Teilnehmenden tiefergehend beleuchtet.

Die Hitzewellen der vergangenen Sommer haben gezeigt, welche starken Auswirkungen Hitze auf unseren Alltag haben kann. Ein Aufenthalt in der Innenstadt oder auf unbeschatteten Plätzen erscheint oftmals unerträglich bei Temperaturen von über 30°C. Auch an erholsamen Schlaf in der Nacht ist bei solchen Temperaturen kaum zu denken. Folglich wird der Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zur Schule zur Qual und insbesondere ältere oder kranke Menschen verlassen kaum noch das Haus.

Hier wollen Kommunen mit Hilfe von Hitzeaktionsplänen vermehrt vorbeugen: Durch die Zusammenführung von akuten Maßnahmen, Maßnahmen in Vorbereitung auf den Sommer sowie während des Sommers und langfristige Maßnahmen führen sie zahlreiche Anpassungsmaßnahmen zum Hitzeschutz zusammen. Zusätzlich können Stadtgebiete identifiziert werden, die (zukünftig) besonders von Hitzeereignissen betroffen und in denen Maßnahmen im Akutfall und auch langfristig von besonderer Dringlichkeit sind. Bei erfolgreicher Umsetzung kann so langfristig die Exposition gegenüber Hitzebelastungen gemindert werden und sich das Gesundheitswesen und die lokale Bevölkerung auf zukünftige Hitzeperioden einstellen.

Erfolgreiche Beispiele zur Umsetzung von Hitzevorsorge wurden auf dem Workshop aus Freiburg und Würzburg vorgestellt. Die Stadt Freiburg setzt dabei vermehrt auf stadtplanerische Ansätze. Nach einer Analyse der lokalen Luftströme nutzte die Stadt die Ergebnisse, um die Stadtbahn in eine bestehende Luftleitbahn zu integrieren. Die Bahnstrecke wurde zusätzlich mit Rasengleisen und Baumreihen versehen, um die Luftzirkulation im Stadtinneren zu erhöhen. So konnte gezielt für einen Luftaustausch und einen Temperaturausgleich an heißen Tagen gesorgt werden. Weiterhin setzt die Stadt verstärkt auf Grünflächen als Entlastungsflächen und auf das Prinzip der Schwammstadt, gemäß dem Niederschlag so lange wie möglich in der Stadtgehalten wird, um durch Verdunstung für Abkühlung zu sorgen.

Die Stadt Würzburg setzt zur Hitzevorsorge verstärkt auf die Verbreitung von generellen Informationen und die Umsetzung von akuten Maßnahmen. Dazu gibt sie unter anderem Handlungsempfehlungen für soziale Einrichtungen heraus und bereitet Informationen zum Thema Hitze auf ihrer Webseite für die Bevölkerung auf. Auch in Würzburg wird das Thema Hitzevorsorge zusätzlich in der Stadtplanung mit aufgegriffen: Maßnahmen wie die Gebäudebegrünung oder die Erhöhung des Vegetationsanteils werden nicht nur in die Bauleitplanung integriert, sondern zusätzlich durch ein Förderprogramm begünstigt.

Kleingruppendiskussionen zum Ende des Workshops eröffneten den etwa 120 Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über weitere Beispiele, eigene Erfahrungen und Erfolge der kommunalen Hitzevorsorge auszutauschen.

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Rückfragen richten Sie gerne an veranstaltung@zentrum-klimaanpassung.de