News

  • Neuer IPCC-Bericht: Der Klimawandel ist in allen Regionen der Welt angekommen

    10.08.2021

    Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und seinen Folgen liefert der am 09.08.21 veröffentlichte IPPC-Teilbericht. Dieser erste Band des 6ten Sachstandsberichts (6AR-WGI) macht deutlich: Extremwetter wie Hitzewellen, Starkregen und Dürren nehmen an Häufigkeit und Intensität zu. Aktuelle Entwicklungen tragen dazu bei, dass die Erderhitzung mitsamt ihren folgenschweren Auswirkungen noch schneller fortschreitet als bislang angenommen. Schon 2030 könnte die Marke von 1,5 Grad Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Referenzwert erreicht werden. Bislang war davon ausgegangen, dass dieser Wert erst etwa ein Jahrzehnt später erreicht wird. Die Untersuchungen zeigen: Jede zusätzliche Erwärmung lässt die Klimawandelfolgen stärker und extremer ausfallen. Aber auch: Noch ist es nicht zu spät, zu handeln.

    In der Pressekonferenz der Veröffentlichung wurde deutlich gemacht, dass neben der Abmilderung der Folgen auch die Anpassung mittlerweile eine wichtige Rolle spielt. Schließlich gilt es, sich auf Veränderungen einzustellen, die jahrzehnte- bis jahrtausendelang zu erleben sein werden. Konkret geht es dabei auch um den Schutz von Menschenleben.

    Der für Februar 2022 geplante nächste Band wird die Folgen, Anpassungsmöglichkeiten und Vulnerabilitäten für Mensch und Tier in den Fokus nehmen.

    Eine Zusammenfassung des Sachstandsberichts findet sich auf der Seite des IPCC, die Pressekonferenz ist aufgezeichnet worden und kann online nachgesehen werden.

  • Neuer Förderschwerpunkt Stadtnatur im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

    03.08.2021

    Das Bundesumweltministerium fördert ab sofort Kommunen, die den Anteil an naturnahen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich erhöhen und ein ökologisches Grünflächenmanagement einführen wollen.
    Der neue Förderschwerpunkt Stadtnatur des Bundesprogramms Biologische Vielfalt hat zum Ziel, die Vielfalt an Naturflächen, Pflanzen-, Tier- und Insektenarten in Städten und Gemeinden zu fördern. Die Gestaltung und Pflege der Flächen, die Verwendung von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut, der Erhalt von Alt- und Biotopbäumen sowie der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und chemische Dünger zählen zu den im Programm vorgesehenen Maßnahmen. Auf lokaler Ebene stehen vor allem die Erstellung und Umsetzung kommunaler Strategien einschließlich beispielhafter Maßnahmen sowie der Einsatz von Biodiversitätsmanager*innen auf der Agenda der zu fördernden Vorhaben.

    Weitere Informationen zum neuen Förderschwerpunkt Stadtnatur, zur Antragstellung und weitere Details zur Förderung von kommunalen Biodiversitätsstrategien oder von kommunalen Biodiversitätsmanager*innen sind beim Programmbüro der Bundesprogramms Biologische Vielfalt erhältlich.

    Am 13. September 2021 findet von 10.00 - 12.00 Uhr hierzu eine digitale Infoveranstaltung statt. Genauere Informationen über das Programm und die Anmeldung stehen in Kürze auf der Homepage des Bundesprogramms Biologische Vielfalt bereit.

     

  • Wissenschaft schlägt 5 Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städte vor

    29.07.2021

    Anlässlich der jüngsten Extremwetterereignisse in Deutschland veröffentlichten Wissenschaftler*innen aus der Stadt- und Umweltsoziologie, Geographie, Ökonomie, dem Bauingenieurswesen sowie der Umwelt- und Katastrophenforschung in einem gemeinsamen Statement fünf Prinzipien zur Erhöhung der Klimasicherheit von Städten und Gemeinden. Die Prinzipien basieren auf etablierten Erkenntnissen und Forderungen der Fach-Community und skizzieren Planungs- und Umsetzungsschritte eines groß angelegten Klimaanpassungsprogramms in Deutschland.

    Die fünf Prinzipien des Statements im Überblick:

    •  Frühwarnsysteme verbessern und den Bevölkerungsschutz stärken
    • Schwammfähigkeit und Speicherfähigkeit steigern
    • Klimaprüfung von kritischen Infrastrukturen durchsetzen
    • Klimasicherheit von Gebäuden fördern
    • Gestaltungs- und Durchsetzungswille ist ebenso notwendig wie Kooperation und Solidarität

    Das ausführliche Statement mit Quellen und Links zum Nachlesen finden Sie auf der Seite des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ).

  • Umweltbundesamt veröffentlicht Positionspapier "Vorschläge zur Klimaanpassung"

    27.07.2021

    Die Wichtigkeit wirkungsvoller Vorsorge vor den Risiken des Klimawandels ist nicht erst seit den jüngsten Extremwetterereignissen bekannt. Trotzdem fehle es laut Umweltbundesamt (UBA) in Deutschland bisher an geeigneten rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zur flächendeckenden Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen.

    Um den Risiken des Klimawandels in Deutschland zukünftig besser begegnen zu können, schlägt das UBA vor, Klimaanpassung im Grundgesetz zu verankern und ein bundesweites Klimaanpassungsgesetz einzuführen. Damit würde der nötige Rahmen für das gemeinschaftliche Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen geschaffen, so das UBA.   

    Die weiteren Vorschläge des UBA für eine wirkungsvolle Klimaanpassung in Deutschland finden Sie in diesem Dokument.

     

  • Zusätzliche Sprechstunde zum Thema Starkregen in Deutschland am 11.08.21

    23.07.2021

    Expert*innen beraten zu Starkregen-Risikomanagement in Siedlungsräumen

    Im Sommer 2021 leiden große Teile Deutschlands unter verheerenden Überschwemmungen als Folge extremer Starkregen. Viele der betroffenen Regionen sind von den Wassermassen überrascht worden. Städte und Gemeinden in Deutschland müssen sich künftig besser wappnen und dem Thema Klimaanpassung widmen.

    Das Zentrum KlimaAnpassung hat die zwei Expert*innen Herrn Prof. Dr. -Ing Sieker (Experte für Regenwassermanagement und Stadtentwässerung) und Frau Prof. Dr. Thieken (Professorin für Geographie und Naturrisikenforschung an der Universität Potsdam) gewinnen können, um Fragen zu diesem dringenden Thema stellen zu können und Antworten zu erhalten. Unter anderem wird es darum gehen, Lösungen aufzuzeigen wie sich Städte und Gemeinden in Deutschland in Akutsituationen, unabhängig von Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen, auf den Klimawandel und seine Folgen vorbereiten können. Außerdem werden vorsorgende, technische Möglichkeiten der Zwischenspeicherung und Wasserrückhaltung vorgestellt und diskutiert.

    Die Online-Sprechstunde findet in der Zeit von 14.00 bis 15.30 Uhr statt, ist kostenlos und richtet sich in erster Linie an Kommunalvertreter*innen.

     Achtung! Beachten Sie die abweichende Uhrzeit unserer sonst üblichen Sprechstunden-Zeiten!! Es handelt sich um ein Zusatzangebot.

    Hier geht es zur Anmeldung.

  • Herausforderung Klimaanpassung: Bundesumweltministerin Schulze schlägt Grundgesetz-Änderung vor

    20.07.2021

    Die Anpassung an den Klimawandel soll als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz verankert werden. Das schlägt Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor. Damit würde der Bund dauerhaft an den Kosten beteiligt, so Schulze. Gleichzeitig könnten Bund und Länder dann eine sichere und dauerhafte Finanzierungsgrundlage für diese wichtige Aufgabe bereitstellen. „Vorsorge und Klimaanpassung werden künftig eine staatliche Daueraufgabe sein“, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Bisher sind Länder und Kommunen für die Finanzierung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels verantwortlich. Der Bund kann nur begrenzt und über Förderprogramme helfen.

    Die Bundesministerin Svenja Schulze dazu auch im Interview mit Deutschlandfunk Kultur.

  • Hitze und Starkregen – mögliche Klimaänderungen auf Landkreisebene

    14.07.2021

    Wie sich das Klima spezifisch in jedem Landkreis in Deutschland verändern wird, lässt sich seit Neuestem in den Klimaausblicken des Climate Service Center Germany (GERICS) nachlesen. Die jüngst veröffentlichten Kurzberichte stellen dies einzeln für alle 401 Landkreise, Kreise, Regionalkreise und kreisfreien Städte Deutschlands anhand von jeweils 17 Kennwerten (u.a. Temperatur, Hitzetage, Trockentage oder Starkregentage) dar. Die Analyse zeigt die projizierten Entwicklungen im Verlauf des 21. Jahrhunderts. Auf dieser Basis lassen sich beispielsweise langfristige Entscheidungen für die Anpassung von Infrastrukturen treffen.

    Die Klimaausblicke können unter folgendem Link abgerufen werden.

  • Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 veröffentlicht

    07.07.2021

    Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021– wesentliche Grundlage für die weitere Anpassung in Deutschland

    Die kürzlich veröffentlichte Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) ist die umfangreichste Analyse von Risiken und Wirkungen des Klimawandels in Deutschland. Sie wurde im Auftrag der Bundesregierung im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) durch das Behördennetzwerk "Klimawandel und Anpassung" erarbeitet. Ihre Basis bilden drei zentrale Fragestellungen: Wie wirkt sich der Klimawandel auf Deutschland aus und welche Risiken ergeben sich? Inwieweit können diese Risiken durch Anpassung gemildert werden? Wo besteht dringender Handlungsbedarf?

    Die Video-Aufzeichnung der kürzlich vorgestellten Studie ist nun online einzusehen.

  • Das Zentrum KlimaAnpassung geht an den Start

    07.07.2021

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnet das neue Zentrum KlimaAnpassung

    Umgang mit Hitze, Dürre und Starkregen – das Zentrum KlimaAnpassung ist ab sofort die neue und zentrale Adresse für Themen der Klimaanpassung in Deutschland. Die gebündelte Kompetenz richtet sich im Besonderen an Kommunen und soziale Einrichtungen, aber auch an weitere Akteure, die sich im Themenbereich informieren, beraten oder vernetzen wollen. Mit der feierlichen Eröffnung durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 07.07. ist das Zentrum KlimaAnpassung ab sofort einsatzbereit, um seine vielfältigen Aufgaben in den Bereichen Beratung, Förderung, Bildung und Vernetzung wahrzunehmen. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen in den Kontakt zu treten!

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