Förderung

Kommunen und soziale Einrichtungen können für die Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen Fördermittel von Bund, Ländern und der EU erhalten.

 

Förderungen des Bundesumweltministeriums

Förderung für Kommunen

Städte, Landkreise und Gemeinden erhalten über die Deutsche Anpassungsstrategie Fördermittel aus dem Programm Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Gefördert werden lokale und kommunale Akteur*innen, Vereine und mittelständische Betriebe sowie Bildungseinrichtungen mit jeweils eigenen Förderschwerpunkten. Nähere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie auf der Website des Projektträgers Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG).

Förderungen für soziale Einrichtungen

Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie und mit Mitteln aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket zur Bewältigung der Corona-Krise wurde 2020 das Förderprogramm Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen aufgelegt. Soziale Einrichtungen erhalten eine bis zu 100%ige Förderung für Maßnahmen wie Sonnenschutz, Trinkwasserspender oder Fassaden- und Dachbegrünungen. Außerdem können die Einrichtungen Konzepte zur Hitzevorsorge erarbeiten und Fortbildungen für Hitze- und Gesundheitsschutz in Anspruch nehmen.

Nähere Informationen zum Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ erhalten Sie auf der Website des Projektträgers ZUG.

Das Flottenaustauschprogramm "Sozial & Mobil" hilft unter anderem Seniorenheimen, mobilen Pflegediensten oder Kindertagesstätten dabei, ihre Flotte auf Elektromobilität umzustellen und somit aktiv Klimaschutz zu betreiben. Nähere Informationen zum Förderprogramm „Sozial & Mobil“ erhalten Sie auf der Website des Projektträgers VDI/VDE-IT

Aktueller Hinweis!

Für die Programme Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen sind aktuell keine Förderfenster geöffnet. Eine Beantragung von Förderungen ist daher derzeit nicht möglich. Die Ausgestaltung der nächsten Förderfenster ist in Planung.

Wir informieren Sie an dieser Stelle, über unseren Newsletter über die Öffnung der neuen Förderfenster.

Die Kommunalrichtlinie fördert außenliegende Verschattungsvorrichtungen an Gebäuden von Kommunen und einer Vielzahl von sozialen Einrichtungen. Nähere Informationen hierzu auf der Website der Nationalen Klimaschutzinitiative.


Weitere Förderprogramme des Bundes

Die Kälte-Klima-Richtlinie fördert die klimafreundliche Umrüstung von Kälte- und Klimaanlagen und die Neuanschaffung von Klimaanlagen in ÖPNV-Fahrzeugen sowie die Nachrüstung von Klimaanlagen in ÖPNV-Schienenfahrzeugen. Nähere Informationen zum Förderprogramm „Kälte-Klima-Richtlinie“ finden Sie auf der Website vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt zielt mit dem Schwerpunkt "Stadtnatur" zum einen auf die Erhöhung des Anteils an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, und zum anderen auf die Verbesserung der biodiversitätsfördernden Durchgrünung von Städten und Gemeinden durch ein ökologisches Grünflächenmanagement. Nähere Informationen auf der Programmwebsite vom Bundesamt für Naturschutz.

Der Waldklimafonds fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur klimagerechten Forstwirtschaft auch in kommunalen Wäldern. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Website des Waldklimafonds.

Das Förderprogramm Energetische Stadtsanierung fördert Maß­nahmen, mit denen Kommunen die Energieeffizienz im Quartier erhöhen können. Ebenso können Fragen zur Anpassung (Hinweise zur Förderung von Grüner Infrastruktur) wie auch zum Klimaschutz und anderen Querschnittsthemen wie Barrierefreiheit oder Digitalisierung behandelt werden. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Website des Förderprogramms Energetische Stadtsanierung.

Die Bundeswaldprämie fördert nachhaltige Forstwirtschaft auch in kommunalen Wäldern. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Website zum Förderprogramm Bundeswaldprämie.


Förderprogramme der Bundesländer

Auch zahlreiche Bundesländer haben Förderprogramme zur Klimaanpassung aufgesetzt, die Kommunen und soziale Einrichtungen nutzen können.

Eine ausgezeichnete Übersicht zu den Förderprogrammen der Bundesländer bietet das Umweltbundesamt. Hier kann nach Bundesländern und Sektoren der Anpassung gefiltert und das passende Förderprogramm gefunden werden. Weiter Informationen auf der Webseite des Umweltbundesamtes. Ein übersichtliches Kompendium zu den Förderprogrammen der Bundesländer bietet auch die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Baden-Württemberg. Mit dem Landesförderprogramm KLIMOPASS werden in Baden-Württemberg Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen bei dem Einstieg in die Anpassung an den Klimawandel und bei der Umsetzung konkreter Anpassungsmaßnahmen unterstützt. Weitere Informationen finden Sie auf der Programmseite der L-Bank.

Berlin. 1.000 grüne Dächer (GründachPLUS) ist ein Förderangebot des Landes Berlin und hat Dachbegrünungsvorhaben in bestimmten Stadtgebieten von Gebäuden mit mehr als 100 Quadratmetern Vegetationsfläche zum Gegenstand. Es richtet sich an Eigentümer*innen und Verfügungsberechtigte von Immobilien. Weitere Informationen finden Sie auf der Programmseite der Investitionsbank Berlin.

Bremen. Das Förderprogramm Ökologische Regenwasserbewirtschaftung - Entsiegelung von Flächen des Landes Bremen hat eine dezentrale Rückhaltung von Niederschlagswasser zum Ziel, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Gefahrenminderung bei Starkregenereignissen und Überflutungen geleistet werden soll. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bremer Umwelt Beratung.

Bremen. Das Land unterstützt Gebäudeeigentümer*innen und Verwalter*innen mit dem Förderprogramm Begrünung von Dächern dabei, bei Neubauten Dachbegrünungen anzulegen oder vorhandene Dächer mit extensiver oder intensiver Begrünung nachzurüsten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bremer Umwelt Beratung.

Hamburg. Die Hamburger Gründachförderung richtet sich an Eigentümer*innen und Erbbauberechtigte und fördert freiwillig durchgeführte Dach- und Fassadenbegrünungen auf und an Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie Bauwerken in Hamburg. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Programmseite der Hamburgischen Investitions- und Förderbank.

Hessen. Mit der Richtlinie zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen unterstützt das Land Hessen Kommunen und fördert engagierte Klimaschutzprojekte und Projekte, die sich der Anpassung an den Klimawandel widmen. Weitere Informationen finden Sie auf der Programmseite der WIBank.

Niedersachsen. Die Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald und für den klimarobusten Waldumbau unterstützt Waldbesitzende bei Waldschutzmaßnahmen und bei Maßnahmen, die Waldökosysteme sichern oder wiederherstellen. Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Nordrhein-Westfalen. Die Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen extremer Wetterereignisse ist ein Unterstützungsangebot des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Schadensbewältigung im Wald und der Wiederbewaldung. Neben der Eindämmung und Bekämpfung des Borkenkäfers durch Aufarbeitung befallenen Holzes werden eine bestands- und bodenschonende Flächenräumung, die Aufarbeitung abgestorbener Nadelbäume und die nachfolgende Wiederaufforstung gefördert. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Wald und Holz NRW.

Nordrhein-Westfalen. Das Sonderprogramm Klimaresilienz in Kommunen im Rahmen der Corona-Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen, insbesondere investive Maßnahmen zur Herstellung hitzemindernder Strukturen. Dazu zählen z. B. Maßnahmen der Begrünung, Verdunstung und Kühlung zur Minderung des urbanen Wärmeinseleffekts. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite des Projektträgers Jülich.

Sachsen-Anhalt. Die Richtlinie Waldschutz soll Waldbesitzende bei der Bewältigung der Schäden, die durch Extremwetterereignisse entstanden sind, unterstützen. Dies soll durch Waldschutzmaßnahmen sowie vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung oder Wiederherstellung von Waldökosystemen erreicht werden. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt Kommunen bei Vorhaben zur Beseitigung oder Minderung von sowie Vorbeugung gegen klimawandelbedingte Vernässungen oder Erosion mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt.

Thüringen. Die Thüringer Aufbaubank bietet im Rahmen ihrer Richtlinie Klima-Invest – Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen in Kommunen Förderung zur Klimaanpassung für Kommunen und soziale Einrichtungen in Thüringen an. Gefördert werden z. B. Klimaschutz- und Anpassungskonzepte, gebäudetechnische Investitionen, Schutz vor Schäden durch Starkniederschläge, Hitze, Dürre, Orkane, Investitionen in E-Mobilität, Personal für Klimaschutz- oder Energiemanagement und vieles mehr. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Thüringer Aufbaubank.


Förderprogramme der EU

Das EU-Förderprogramm LIFE (L'Instrument Financier pour l'Environnement) finanziert in den EU-Mitgliedstaaten Modellvorhaben in den Kernbereichen Umwelt-, Klima- und Naturschutz. Das Förderprogramm unterstützt konkrete Vorhaben aus vielen Bereichen wie Arten- und Biotopschutz, biologische Vielfalt, Boden, Wälder, Klimaschutz, Klimaanpassung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energiewende, Luftqualität, Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, Chemikalien, Lärm, Wasser und Abfall.


Beratung zur Förderung

Sie wissen nicht, welche Förderung für Ihre Anliegen die Richtige ist? Sie wissen nicht, an wen Sie sich für die Antragstellung wenden sollen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir beraten zu den Handlungs- und Fördermöglichkeiten und vermitteln Sie gern an die richtige Stelle.