10.06.2026

UBA: Auch ohne Extremszenario bleibt Hitze ein zentrales Risiko

Das extreme Hochemissionsszenario SSP5-8.5 wurde im sechsten IPCC-Berichtszyklus noch häufig zitiert, spielt in neueren wissenschaftlichen Arbeiten aber keine vergleichbare Rolle mehr. Das Umweltbundesamt betont, dass dies kein Beleg für falschen Alarmismus ist, sondern auch zeigt, dass Klimaschutzmaßnahmen wirken, etwa der Ausbau erneuerbarer Energien. Zugleich bleibt das Szenario wichtig, um sehr hohe Klimarisiken zu untersuchen. Denn auch mit den derzeit umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen steuert die Welt laut UBA weiterhin auf eine Erwärmung von etwa 3 Grad Celsius bis 2100 zu.

Gerade für Deutschland bleibt diese Einordnung relevant. Weil sich Landmassen und insbesondere Europa stärker erwärmen als der globale Durchschnitt, wäre in Deutschland in einem solchen Szenario bis 2100 mit rund 4 Grad Celsius und bis 2150 mit etwa 5 Grad Celsius Erwärmung zu rechnen. Das UBA macht deutlich, dass derartige Erwärmungen katastrophale Folgen hätten. 

Für die Klimaanpassung ist diese Einordnung, unter anderem mit Blick auf Hitze wichtig. Auch in realistischeren Szenarien nehmen Hitzetage und Tropennächte weiter zu. Daneben steigen gesundheitliche Belastungen durch UV-Strahlung, Extremwetter, Allergene und übertragbare Krankheiten (UBA 2026). Für Kommunen bedeutet das: Nicht Entwarnung, sondern weiteres Handeln bei Hitzevorsorge und anderen Belastungsfeldern.

Weitere Informationen und die Einordnung des Umweltbundesamtes finden Sie hier.

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