15.04.2026

Boden und Klimaanpassung: Was unter den Füßen zählt.

Boden und Klimaanpassung: Was unter unseren Füßen zählt

Er liegt buchstäblich unter unseren Füßen – und wird dabei kaum wahrgenommen: der Boden. Dabei ist er eine der wichtigsten Ressourcen für die Anpassung an den Klimawandel. Ein gesunder, lebendiger Boden kann Regenwasser aufnehmen, Überschwemmungen abpuffern, Landschaften kühlen und Kohlenstoff speichern. Doch in Deutschland leidet er: unter intensiver Landwirtschaft, zunehmender Versiegelung und einem wachsenden Wettbewerb um die Fläche.

In der neuen Folge des Podcasts „Angepasst?!“ sprechen die Journalistinnen Dr. Tanja Busse und Christiane Grefe mit dem Podcasthost, Karin Gothe, darüber wie der Klimawandel den Boden in Deutschland bereits verändert – von ausgetrockneten Sandböden in ostdeutschen Agrarregionen bis hin zu erosionsgefährdeten Hängen nach Starkregenereignissen. Und sie machen deutlich: Je artenreicher und lebendiger ein Boden ist, desto widerstandsfähiger ist er gegenüber diesen Extremen.

Das Gespräch macht aber auch Hoffnung. Landwirtinnen und Landwirte erproben bereits klimaangepasste Anbaumethoden: Agroforstsysteme, vielfältige Fruchtfolgen und Untersaaten, die den Boden ganzjährig bedeckt halten. Kommunen beginnen, Entsiegelungsprämien zu entwickeln und regionale Wasserstrategien zu erproben – wie etwa der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in Niedersachsen. Und Stadtplanende denken zunehmend in Kategorien der Schwammstadt, die Regenwasser aufnimmt statt ableitet.

Zentral bleibt die Frage, wie Boden, Wasser und Landschaft künftig gemeinsam gedacht werden können – ressortübergreifend, regional und langfristig. „Wir haben die Landschaften ausgehöhlt“, bringt es Christiane Grefe im Podcast auf den Punkt. „Was wir jetzt tun müssen: sie wieder einräumen.“

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