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Wenn zu viel Sonne zur Hitzebelastung wird – Wie Vorsorge gelingen kann

Die immer extremer werdenden Hitzewellen stellen große Teile der Bevölkerung vor schwerwiegende Probleme. Die mehrfachen länger anhaltenden Hitzeperioden in den vergangenen Jahren haben in Deutschland zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt.

Solche extremen Hitzeereignisse werden infolge der Klimakrise häufiger, intensiver und auch von längerer Dauer sein. Um starken hitzebedingten Belastungen vorzubeugen, ist für Kommunen und soziale Einrichtungen enorm wichtig, für ihre Einwohner*innen und zu betreuenden Personen gezielte Hitzevorsorge zu betreiben. Besonderes Augenmerk muss hier vor allem auf die sogenannten hitzesensiblen Gruppen gelegt werden, das heißt auf ältere Menschen, Kinder, pflegebedürftige, Kranke, Schwangere oder unter freiem Himmel Arbeitstätige. Es gilt insbesondere für diese Gruppen, gezielte Hitzevorsorge zu betreiben.

Wann von Hitze die Rede ist

Laut dem Deutschem Wetterdienst zeichnet sich extreme Hitze durch hohe Temperaturen, ungehinderte Sonneneinstrahlung, schwachen Wind und zum Teil hohe Luftfeuchtigkeit (Schwüle) aus. Von einer Hitzeperiode spricht man dann, wenn dieser Zustand kontinuierlich über mehrere Tage, in Ausnahmefällen sogar über Wochen anhält. Als „heiße Tage“ werden Tage mit einer maximalen Tagestemperatur von über 30°Celcius klassifiziert.

Die durchschnittliche Anzahl "Heißer Tage“ pro Jahr hat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. In den Hitzesommern von 2003, 2015, 2018, 2019 sowie 2020 waren es zwischen 18 und 20 Tage, die von extremer Hitze gekennzeichnet waren. Das bedeutet eine enorme Steigerung zu dem Mittelwert heißer Tage, der zwischen 1961 und 1990 errechnet worden war und bei durchschnittlich 4,2 Hitzetagen lag.

Allerdings gibt es in Bezug auf die Hitzebelastung regional große Unterschiede: Vergleichsweise häufig treten heiße Tage in Teilen Ostdeutschlands auf, so vor allem in Berlin und Brandenburg und in weiten Teilen Sachsens. Aber auch im Südwesten Deutschlands haben sich Hitze-Hotspots entwickelt, insbesondere in der Region rund um den Oberrheingraben häufen sich die heißen Tage. Abbildung 1 zeigt eindrücklich die Temperaturentwicklung in Deutschland in den letzten 70 Jahren.

Abbildung 1: Mittlere Anzahl Heißer Tage in Deutschland je Kreis und Dekade

Infografik: Mittlere Anzahl Heißer Tage in Deutschland je Kreis und Dekade

Für die Mitte dieses Jahrhunderts geht die Wissenschaft, je nach Klimawandel-Szenario von jährlich 10-20 heißen Tagen in weiten Teilen Deutschlands aus. Im Hotspot Oberrheingraben kann es sogar bis zu jährlich 40 Hitzetagen kommen. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird eine weitere Zunahme erwartet. Dazu kommen häufigere und länger anhaltende Hitzeperioden sowie Tropennächte, also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Aufgrund der baulichen Dichte und Flächenversiegelung entstehen in den Städten sogenannte Wärmeinseln, die zu noch häufigeren Hitzeperioden führen können.

Gesundheitliche Folgen von Hitzeereignissen

Extreme Hitze macht allen Menschen zu schaffen und ist vor allem für bestimmte Bevölkerungsgruppen eine gesundheitlich starke Belastung. Hierzu gehören: Vorerkrankte, chronisch kranke und/oder ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere oder im Freien tätige Personen. Die Hitze hat insbesondere Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und verursacht Atemprobleme. In einigen Fällen kann Hitze auch zum Tode führen. So forderte der Hitzesommer 2003 in Deutschland etwa 7600 Tote. Auch in den Jahren 2006 und 2015 waren jeweils über 6000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland zu beklagen. Der extreme Hitzesommer 2018 und die ebenfalls sehr heißen Folgejahre 2019 und 2020 haben, einer Veröffentlichung des Deutschen Ärzteblatts zufolge, rund 19.000 hitzebedingte Sterbefälle zu Folge gehabt.* Die Zunahme der Häufigkeit, Intensität und Dauer von Hitzeperioden kann leider dazu führen, dass diese hitzebedingten Todesfälle in Deutschland im Laufe der nächsten Jahrzehnte weiter ansteigen werden. Vor allem, wenn keine ausreichenden Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung getroffen werden.

Abbildung 2: Geschätzte Anzahl hitzebedingter Sterbefälle für den Zeitraum 1992–2021 in Deutschland

Infografik zu hitzebedingter Sterblichkeit

Hitzevorsorge und Anpassungsmaßnahmen in Kommunen

Um eine erfolgreiche Hitzevorsorge zu gewährleisten, gibt es mehrere bewährte Instrumente, die Kommunen nutzen können. Wichtigstes Instrument im Vorsorgeportfolio ist eindeutig der Hitzeaktionsplan (HAP). Erstes Ziel eines Hitzeaktionsplans ist eine vorsorgende, frühzeitige und effiziente Kommunikation der Risiken und potentiellen gesundheitlichen Folgen extremer Hitzeperioden. Hitzeaktionspläne dienen somit dazu, ein, der Hitze-Situation angepasstes Risikoverhalten zu erreichen und präventive Handlungsmöglichkeiten zu etablieren. Verantwortliche in Kommunen können sich mithilfe von Hitzeaktionsplänen kurz-, mittel- und langfristig besser auf Hitzephasen vorbereiten und damit die Bevölkerung vor Ort schützen. Umfassende Empfehlungen zur Erstellung kommunaler Hitzeaktionspläne wurden vom Bundesumweltministerium in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium und den Umwelt- und Gesundheitsressorts der Bundesländer veröffentlicht. Praxisorientierte Anleitung bietet die „Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Kommunen“ der Hochschule Fulda. Orientierung zur Hitzeprävention für verschiedene Zielgruppen, darunter auch Behörden sowie Fachpersonal von Gesundheits- und Pflegeinrichtungen bieten ebenfalls die „Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Hitzeaktionsplan

Ein Hitzeaktionsplan vereint kurz-, mittel- und langfristige Präventions- und Interventionsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz in einem gemeinsamen Rahmen. Er kann von Ländern und Kommunen individuell und mit konkretem Bezug auf die örtlichen bzw. regionalen Gegebenheiten entwickelt werden. Ein Hitzeaktionsplan umfasst grundsätzlich drei Strategiekomponenten, die unterschiedliche Ziele verfolgen und auf unterschiedliche Zeithorizonte ausgelegt sind.

Abbildung 3: Maßnahmen und Zeithorizonte im Rahmen des Hitzeaktionsplans

Infografik: Hitzeaktionsplan

Die langfristige Anpassung zielt vor allem darauf ab, bauliche Strukturen anzupassen, um den städtischen Wärmeinsel-Effekt abzuschwächen. Dies kann zum Beispiel durch Begrünung von Dächern, das Pflanzen von Baumreihen oder die Schaffung von Wasserflächen geschehen.

Wenn schließlich eine Hitzewelle eintritt, gilt es im Rahmen eines Managements von Akutereignissen, die vulnerablen Gruppen aktiv zu schützen. Dies kann in Form von schnell umsetzbaren Maßnahmen wie gezielten Hitzewarnungen an soziale Einrichtungen, die Bereitstellung von Wasser, die Benennung von sog. „Cooling-Centres“ oder auch die Schattenspenden-Kampagne des Umweltbundesamtes (UBA) ähnlichen Maßnahmen erreicht werden.

Bei den sog. "Cooling Centres" – also Abkühlungsorten – handelt es sich z.B. um öffentliche, kühle Räumlichkeiten, z.B. in Behörden, Einkaufspassagen, Kirchengebäuden, Büchereien und Bahnhöfen. Da es sich bei den Abkühlungsorten in der Regel um bereits existierende Orte handelt, ist dies eine sehr niederschwellige Maßnahme für Kommunen. Es geht vor allem darum, die Bevölkerung besser darüber zu informieren, wo die Räume sind und wie sie genutzt werden können.

Ziel der Risikokommunikation ist, die Bevölkerung vor Ort für die hitzebedingten Risiken zu sensibilisieren. Information und Aufklärung sind besonders wichtig, da diese Risiken für die Gesundheit vulnerabler Gruppen wie auch lokaler Infrastrukturen weiterhin unterschätzt werden. Speziell für Kommunen entwickelte praktische Hinweise für eine erfolgreiche Hitze-Kommunikation gingen beispielsweise aus dem Forschungsprojekt ExTrass hervor.

Einen umfassenden und beispielhaften Hitzeaktionsplan hat die Stadt Mannheim erstellt. Aber auch mit der Umsetzung einzelner Maßnahmen sind erste hilfreiche Schritte zur Hitzevorsorge und -anpassung getan. Dazu bieten sich eine Vielzahl von Maßnahmen an, deren Umsetzung auch mitbegrenztem personellen und finanziellen Aufwand gelingen kann. Weitere beispielhafte kommunale Hitzeaktionspläne finden sich am Ende dieser Seite bei unseren weiterführenden Links und Literaturempfehlungen und bald auch in unserer Good-Practice-Datenbank.

Hitzevorsorge und Anpassungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen

Viele Menschen, die den sogenannten vulnerablen Gruppen zugerechnet werden, wie Kinder, Kranke oder Pflegebedürftige werden in sozialen Einrichtungen betreut. Daher ist Hitzevorsorge in sozialen Einrichtungen von großer Bedeutung. Die Entwicklung dortiger Hitzeaktionsplänen ist in ihrer Methodik ähnlich wie die kommunalen Hitzeaktionspläne. Jedoch ist der räumliche und kommunikative Aktionsradius wesentlich kleiner. Die drei entscheidenden Strategiekomponenten der Hitzevorsorge in sozialen Einrichtungen betreffen präventive bauliche Maßnahmen, Verhaltensmaßnahmen im Hitzefall für das Personal und die zu betreuenden Personen sowie die Erstellung eines Notfallplans.

Abbildung 4: Handlungsempfehlungen zur Hitzevorsorge in sozialen Einrichtungen

Infografik: Hitzevorsorge in sozialen Einrichtungen

Präventive bauliche Maßnahmen betreffen Maßnahmen unmittelbar im oder am Gebäude wie auch auf dem Freigelände der Einrichtungen. Das Bundesumweltministerium (BMUV) legt einen besonderen Fokus auf naturbasierte Lösungen und Verschattungsmaßnahmen durch Fassadenbegrünung oder Pflanzung von Bäumen. Allerdings reicht das Maßnahmenportfolio der Vorsorge hier auch von relativ schnell umsetzbaren Maßnahmen wie die Beschaffung von Ventilatoren bis hin zu zeit- und kostenintensiveren Maßnahmen wie das Anbringen von Sonnenschutzvorrichtungen, den Einbau von Lüftungssystemen oder Wärmeschutzverglasung.

Wenn die Hitze plötzlich da ist, gilt es schnell Verhaltensmaßnahmen für den Hitzefall umzusetzen. Hierzu zählen alle Maßnahmen, die zur Kühlung der Betreuten, Pflegebedürftigen und natürlich auch des Fachpersonals beitragen. Dies sind unter anderem die Verdunklung von Räumen, angepasste leichte Kleidung und Bettbedeckung und vielfältige Maßnahmen der Kühlung durch Zuführung von Trinkwasser, kühle Fußbäder, Kompressen oder Duschen, sofern keine anderweitige medizinische Indikation vorliegt.

Information, Kommunikation und Sensibilisierung gilt sowohl für das des Fachpersonals sowie für die Betreuten und Pflegebedürftigen gleichermaßen. Und dies so früh wie möglich! Die Erstellung eines Notfallplans umfasst die frühzeitige Information und Warnung der von Hitze Betroffenen über das Eintreten des Hitzefalls und der damit einhergehenden umzusetzenden Maßnahmen.

Einen ausgezeichneten Leitfaden für die Planung und Umsetzung aller genannten Strategiekomponenten hat die Johanniter Akademie NRW zusammen mit der Universität Potsdam im Rahmen des ExTrass-Projektes entwickelt. Weitere beispielhafte Maßnahmen und Leitfäden der Hitzevorsorge für soziale Einrichtungen finden sich am Ende dieser Seite bei unseren weiterführenden Links und Literaturempfehlungen und bald auch in unserer Good-Practice-Datenbank.

Förderungen von Hitzevorsorge-Maßnahmen für soziale Einrichtungen und Kommunen

Viele Maßnahmen zur Hitzeanpassung in Kommunen und sozialen Einrichtungen können mithilfe von Fördermitteln unterstützt werden. Weiterführende Informationen zu den Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten durch Bund und Länder finden Sie auf dieser Website in der Rubrik Förderberatung.

Hitzevorsorge schützt die Gesundheit und rettet Leben – Steigen Sie ein!

Die Anzahl der heißen Tage und extremen Hitzeperioden wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Deutschland zunehmen. Kommunen und soziale Einrichtungen und die Menschen, die vor Ort leben und betreut werden, werden auch in Zukunft durch massive Hitzebelastungen gefordert sein. Hitzevorsorge mit naturbasierten Lösungen in den Städten und sozialen Einrichtungen, wie Verschattungsmaßnahmen durch Begrünung, künstliche Wasserflächen, sichern und verbessern unsere Lebensqualität.

Steigen Sie ein in das Thema Hitzevorsorge und nutzen Sie das vielfältige und ausgezeichnete Angebot an Informationen, Leitfäden und Beispiele guter Praxis zu diesem Themenfeld. Und nutzen Sie auch die stetig wachsende Anzahl digitaler Instrumente und Apps zur Hitzevorsorge. Zu letzteren gehören vor allem die Apps Warnwetter und Gesundheitswetter des DWD, NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und das bereits 2011 eingeführte Katwarn-System. Sie alle informieren Sie so früh wie möglich, wenn an ihrem Standort Hitzebelastungen zu erwarten sind. Nutzen Sie diese Angebote, es lohnt sich.

Information, Kommunikation und Sensibilisierung sind erste wichtige Schritte zur Hitzevorsorge. Nutzen Sie dabei Ihre etablierten Kommunikationskanäle in Kommunen und sozialen Einrichtungen. So kann mit überschaubarem Aufwand bereits viel erreicht werden. Frühzeitige Information der Menschen über zu erwartende Hitzebelastungen und einfache Handlungsempfehlungen zur Vorsorge können hier bereits viel bewirken. Hitzevorsorge schützt die Gesundheit und rettet Menschenleben. Steigen Sie ein, rufen Sie unsere Beratungshotline an und nutzen Sie die vielfältigen Beratungs- und Fortbildungsangebote des ZKA. Wir unterstützen Sie gerne!

Weiterführende Links und Literaturempfehlungen zur Hitzevorsorge

Informationen des BMUV zur Erstellung eines Hitzeaktionsplanes

Leitfaden der Hochschule Fulda zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans

Weitere Informationen, Hinweise, Handreichungen zur Hitzevorsorge und -anpassung:

Hinweise der Weltgesundheitsorganisation zu hitzebedingten Gesundheitsschäden, zur Vorsorge und zum Risikomanagement

Informationsmaterial des Projekts ExTrass: Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen

  • Checklisten für die kommunale Notfallplanung bei Hitze und Starkregen
  • Workshop Dokumentation: Förderung der Integration von Klimaanpassungsmaßnahmen an Hitze und Starkregen in die kommunale Planung

Toolbox des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Angebote des Projekts Klima.Mensch.Gesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Erläuterungen und Empfehlungen der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e.V.)

Auswahl an Praxisbeispielen

Um die Umsetzung von HAP und/oder einzelnen Maßnahmen zur Hitzevorsorge auf kommunaler Ebene nachvollziehen zu können, ist eine Auswahl von Praxisbeispielen für die drei beschriebenen Strategiekomponenten im Folgenden zusammengestellt (vgl. Blättner & Grewe 2021):

Langfristige Anpassung

Das Klimaanpassungskonzept gegen Hitzebelastung der Stadt Freiburg kommt bei allen städtebaulichen Rahmenplanungen und Bauleitplanverfahren zur Anwendung. Es wurden 14 Siedlungsbereiche ausgemacht, die sehr stark von Hitze betroffen und zugleich mit Blick auf die Bevölkerungsstruktur besonders sensibel sind. Die Lösungsvorschläge, vom Gründach über Erholungsräume bis zum begrünten Gleisbett, werden Steckbriefen aufbereitet und können so in künftigen Planungsverfahren unmittelbar verwendet werden.

Risikokommunikation

Informationsplattform des Landeszentrum für Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Bereits 2007 wurde vom Landeszentrum für Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) die Initiative zur Gründung der digitalen Informationsplattform ergriffen. Sie war eine der ersten Informationsplattformen zum Gesundheitsschutz bei Hitze in Deutschland. Eine Besonderheit ist, dass die Homepage primär die unteren Gesundheitsbehörden (Gesundheitsämter) für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung bei Hitze sensibilisieren will. Sekundär ist das Ziel, die Allgemeinbevölkerung mit Verhaltenstipps zu vorsorgen.

Management von Akutereignissen

Das Rote Kreuz Österreich hat in Wien zwei „Cooling Centres“ eingerichtet. Das sind kühle, ruhige Räume, in denen sich Personen für ein paar Stunden kostenfrei vom Hitzestress erholen können. Zusätzlich werden die Menschen dort mit Trinkwasser versorgt. Im Dienst sind freiwillige Rettungssanitäter*innen, die in Notfällen eingreifen und Tipps zum Verhalten bei Hitze geben können. Das Angebot ist auch für wohnungslose Menschen gedacht, die sich dort aber nicht immer willkommen fühlen. Wohnungslose werden zusätzlich mit dem Hitze-Bus versorgt, in dem ein Streetwork-Team der Caritas Wien Wasserflaschen, Kappen, Sonnencreme und leichte Sommerschlafsäcke verteilt.

Einige konkrete Maßnahmen, welche von sozialen Einrichtungen implementiert werden können, wurden im Rahmen des Projekts ExTrass detailliert beschrieben und sind unter folgenden Links einsehbar:

Weiteres Informationsmaterial zu präventiven baulichen Maßnahmen und Empfehlungen für Verhaltensregeln im Hitzefall, welche u. a. in sozialen Einrichtungen zur Anwendung kommen können, sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:

Präventive bauliche Maßnahmen

Verhaltensmaßnahmen für den Hitzefall

Umweltbundesamt: 

Klima.Mensch.Gesundheit: 

Alle Quellenangaben dieser Webseite haben wir Ihnen in einer Literaturliste zusammengestellt, die Sie hier als PDF aufrufen können:

Betroffenheiten

Das Zentrum KlimaAnpassung gibt Orientierung, trägt zur Vereinheitlichung und Effizienzsteigerung von Prozessen bei und nimmt eine Lotsenfunktion bei der Klimaanpassung ein.

Starkregen

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Hochwasser

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Sturm

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Hitze

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Trockenheit/Dürre

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Im Auftrag des: