Von Trockenheit bis Starkregen: Wie sich Oranienburg anpasst
Von Trockenheit bis Starkregen: Wie sich Oranienburg anpasst
Die märkische Erde hält Wasser nur schlecht. Zugleich verstärken die Binnenlage und die zunehmende Aufheizung der Siedlungsräume die Belastungen durch Hitze und Trockenheit. Starkregenereignisse zeigen, wie schnell Entwässerung und Katastrophenschutz an ihre Grenzen kommen.
Sabrina Hövener, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Oranienburg, arbeitet daran, Klimaanpassung dauerhaft in der Verwaltung zu verankern. Dabei bringt die Stadt Politik, Verwaltung, Fachleute, lokale Akteure und die Bevölkerung zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Maßnahmen für Prävention, Wassermanagement und den Umgang mit akuten Wetterereignissen.
Die Stadtwerke prüfen unter anderem eine aktive Netzsteuerung und orientieren sich am Schwammstadtprinzip. Flächen sollen Wasser aufnehmen und zurückhalten, um die Kanalisation zu entlasten. In den Ortsteilen soll ein gezieltes Wassermanagement dazu beitragen, Wasser in der Landschaft zu halten und für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.
Auch Feuerwehr, Ortsteile und Schulen sind an der Klimaanpassung beteiligt. Die Freiwillige Feuerwehr braucht angesichts zunehmender Starkregenereignisse bessere Vorsorgestrukturen. Die Ortsteile Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf arbeiten beim Wassermanagement zusammen. An der Grundschule Friedrichsthal sollen Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte besser vor Hitze geschützt werden.
Sabrina Hövener fasst den Ansatz der Stadt zusammen: „Klimaanpassung ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern eine Weiterentwicklung bestehender kommunaler Aufgaben.“ Oranienburg versteht Klimaanpassung als Chance, die Stadt gemeinsam widerstandsfähig und lebenswert zu gestalten.
Vielen Dank an Sabrina Hövener, Stephan Liedke, Robert Krebs, Daniel Langhoff und Kathrin Gehring für die Einblicke in die Klimaanpassungspraxis in Oranienburg.