Gartenstadt Drewitz - energetisch stark, energisch grün

Seit 2009 realisieren die Landeshauptstadt Potsdam und die ProPotsdam die Gartenstadt Drewitz. Seit 2011 wird das Konzept "Gartenstadt Drewitz - energetisch stark, energisch" im Rahmen eines Wettbewerbs des Bundesbauministeriums zur "Energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten" umgesetzt. So hat sich die Gartenstadt Drewitz auf den Weg zum ersten emissionsfreien Stadtteil Potsdams gemacht.

Gartenstadt Drewitz - Kirchsteigefeld

Gartenstadt Drewitz - Kirchsteigfeld

Nuthe in Drewitz

Nuthe in Drewitz

Förderprogramm
EFRE, KfW-Förderprogramm Energetische Stadtsanierung
Themenfeld
Grüne Infrastruktur
Stadtplanung
Laufzeitbeginn
01/2011
Name der Gebietskörperschaft / Einrichtung
Potsdam/Drewitz
Bundesland
Brandenburg

Ziele und Aktivitäten

Motivation

Die Großwohnsiedlung Drewitz liegt am südöstlichen Stadtrand der Stadt Potsdam und wurde Ende der 1980er Jahre als eines der letzten Neubaugebiete der ehem. DDR errichtet. Der Stadtteil bildet gemeinsam mit dem nördlich angrenzenden Stadtteil Am Stern eine gemeinsame Gebietskulisse des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt. Es dominieren 5-geschossige Gebäude in Großtafelbauweise. Heute leben auf einer Fläche von 37 ha rund 5.300 Menschen in etwa 3.000 Wohnungen.

Spezifikation

Drewitz ist ein Pilotprojekt des Landes Brandenburg zum Thema „energetischer Umbau und Quartier“ sowie der Begleitforschung des KfW-Programms „energetische Stadtsanierung“. 2014 wurde das Projekt Gartenstadt Drewitz mit dem kommunalen Klimaschutzpreis prämiert.

Kooperation und Vernetzung

Wichtig in der Umsetzung war die Beteiligung der Akteur*innen vor Ort und der Bürger*innen. Es wurde in diesem Zusammenhang auch ein Bürgerrat einbezogen. 

Erkenntnisse

Projektergebnisse

Entlang der vorher monoton wirkenden Plattenbauten und versiegelten Flächen sind heute ein Park, energetische sanierte Wohnungen mit Aufzug und ein Begegnungszentrum "oskar" in der Stadtteilschule entstanden. Das Grünvolumen konnte insgesamt verdreifacht werden und nimmt stetig zu. Der Energiebedarf konnte reduziert werden und wird künftig zum Großteil aus "Grüner Fernwärme" und "Grünem Strom" gedeckt. 
In den kommenden Jahren soll des weiteren ein Café im Park und damit im Zentrum des "Grünen Kreuzes" entstehen. Auch soll das Areal um die DDR-Kaufhalle als Standort für den Wohnungsneubau weiterentwickelt werden. 

Herausforderungen

Die größte Herausforderung lag darin, die bestehende zubetonierte und starkversiegelte Areal in eine grüne Oase zu verwandeln, um die Lebensqualität zu steigern und den Bewohner*innen ein angenehmes Wohngefühl zu geben. Dieser Prozess ist auch heute noch nicht abgeschlossen.

Erkenntnisse

Die Einbeziehung der Bewohner*innen und aller beteiligten Akteur*innen von Anfang an ist ein wichtiger FAktor für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen.

Im Auftrag des: