Analysieren, bewerten, priorisieren - Klimadienste aus R2K-Klim+ für die kommunale Praxis
Hitze, Starkregen und Hochwasser treffen Städte und Gemeinden unterschiedlich stark. Welche Straßenzüge heizen sich besonders auf, welche Quartiere stehen bei Starkregen unter Wasser, und wo leben die Menschen, die davon am stärksten betroffen sind? Um solche Fragen zu beantworten, brauchen Kommunen Daten und eine nachvollziehbare Bewertung, die sich in bestehende Planungsprozesse einfügt.
Im Forschungsprojekt R2K-Klim+ entstehen dafür sogenannte Klimadienste, also digitale Werkzeuge, die vorhandene Daten auswerten und die Ergebnisse als Karten bereitstellen. Zwei davon stellen wir in dieser Stunde vor: eine stadtstrukturelle Analyse zur Hitzebelastung und eine integrierte Bewertungsmethodik für Hitze, Starkregen und Flusshochwasser. Beide laufen als Plug-in in QGIS, einer kostenfreien und in vielen Verwaltungen bereits genutzten GIS-Software.
Die Bewertungsmethodik führt unterschiedliche Daten und Bewertungskriterien zusammen und zeigt vulnerable Schwerpunkte auf Objekt-, Baublock- oder Quartiersebene. Damit lassen sich besonders betroffene Bereiche priorisieren und Anpassungsmaßnahmen begründen. Grundlage sind in Nordrhein-Westfalen flächendeckend verfügbare Daten; eigene, höherwertige Datensätze können ergänzt werden.
Wir zeigen die Werkzeuge live, ordnen ein, welche Daten und Voraussetzungen nötig sind, und geben einen Ausblick auf die geplanten Transferarbeiten mit kleineren und mittleren Kommunen. Raum für Fragen und eine kurze Bedarfsabfrage sind eingeplant.
Hinweis zur Anmeldung:
Zielgruppen sind Mitarbeitende aus Kommunen, Kreisen und Regionalverbänden, insbesondere aus den Bereichen Klimaanpassung, Umwelt, Stadt- und Verkehrsplanung, Entwässerung sowie GIS und IT.