Grün & Blau für morgen: Stadtspaziergang zur Klimaresilienz
Hinter dem Begriff Grün & Blau verbirgt sich eine Strategie, die schlicht darauf abzielt, die Stadt auf die extremeren Wetterbedingungen des Klimawandels einzustellen, damit sie Bürgerinnen, Bürgern und Gästen weiterhin ein lebenswertes, gesundes und sicheres Umfeld bietet. Mit der Stadtsanierung und den Landesgartenschau-Projekten wird auch das Ziel der Klimaresilienz verfolgt.
Für Bad Mergentheim – bereits heute eine vergleichsweise heiße Stadt – gibt es klare Prognosen des Regionalverbandes Heilbronn-Franken: Die jährlichen Hitzetage mit über 30 Grad Celsius Schatten-Temperatur werden im Zeitraum 2031 bis 2060 bei 33 liegen, längerfristig sogar auf 55 ansteigen. Aktuell liegt die Zahl bei 18. Aber auch vermehrte Starkregen-Ereignisse gehören zu den Folgen des Klimawandels.
Bei dem Stadtspaziergang wird es spannende Hintergrund-Informationen zu diesen Themen geben und wie sie Bad Mergentheim konkret betreffen. Vor Ort können Teilnehmende sich ansehen, wo bereits etwas für mehr Grün getan wurde, wie das „Schwammstadt-Prinzip“ funktioniert und an welchen Stellen die Kurstadt noch vor Herausforderungen steht.
Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Frage, wie mehr Wasser (mehr „Blau“) in die Stadt gebracht werden kann: zur Abkühlung, zum Trinken, zum Spiel, zum Erleben. Gleichzeitig geht es um das Szenario „zu viel Wasser“, auf das sich die Stadtplanung mit Themen wie Regenwassermanagement (Speicherung, Abpufferung, Verdunstung) und auch der Vorsorge vor Starkregen einstellen muss.
Geführt wird der Spaziergang von Eva Müller, Stadt- und Landschaftsplanerin im Stadtbauamt. Sie ist Mitglied der Projektgruppe Landesgartenschau und koordiniert im Rathaus auch die Klimaschutz-Themen.