Nominierung Blauer Kompass: Hitzehelfer*innen im Wohnquartier
Die Einrichtung BÄR meets ADLER e. V. – Verein für ein gutes Morgen in Berlin und Brandenburg ist in der Kategorie 4 Vereine, Verbände, Stiftungen nominiert:
Anlass:
Der Klimawandel und die damit verbundenen zunehmenden und länger anhaltenden Hitzeperioden verursachen vor allem bei älteren Menschen eine Zunahme der Krankheits- und Mortalitätsraten. Dies hat nicht nur die Hitzewelle in 2022 bestätigt, bei der europaweit 61.672 Menschen gestorben und viele hitzebedingt erkrankt sind. Hitzeperioden stellen daher auch für die Gesundheits- und Sozialversorgungssysteme eine große Belastung dar. Diese wird durch den weiteren Temperaturanstieg und den Trend der alternden Gesellschaft, aber auch durch den zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege- und Gesundheitsversorgung zusätzlich verstärkt.
Ziel:
Das Projekt knüpft hier an: Zum Schutz der älteren Bevölkerung vor hitzebedingten Gesundheitsschäden und zur Sicherstellung ihrer Lebensqualität wird in der Stadt Brandenburg ein wohnquartierbezogenes Netzwerk an Hitze-Helfer*innen in den beiden Stadtteilen Nord und Hohenstücken aufgebaut, geschult und etabliert, welches seine Wirkung in der Förderung von Prävention und der Stärkung der (Selbst-)Hilfekompetenz älterer Menschen sowie des sozialen Umfeldes entfaltet.
Zugleich werden durch den Aufbau von Strukturen der gegenseitigen Hilfe der Zusammenhalt und die Solidarität im Quartier gefördert, die Lebensqualität Älterer verbessert und die Gesundheits- und Sozialversorgungseinrichtungen entlastet.
** Örtliche Verankerung **
Brandenburg besteht schon jetzt zu fast einem Drittel aus über 65-jährigen. Nord ist mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren der älteste Stadtteil und daher ein geeigneter Projektstandort. Ein hoher Handlungsbedarf zum Schutz der Bevölkerung vor hitzebedingten Gesundheitsschäden wird in Hohenstücken gesehen, wo viele in schwieriger sozialer Situation lebende Haushalte konzentriert sind, die ggf. aufgrund von niedriger Bildung und/oder begrenzter finanzieller Ressourcen einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsinformationen und -dienstleistungen haben und so über eine geringere Gesundheitskompetenz verfügen.