Senat Berlin – Hochwasser-Infoportal für Bürgerinnen und Bürger
Das Hochwasser-Infoportal wurde von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) sowie der Technologie Stiftung Berlin (TSB) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) und den Berliner Wasserbetrieben (BWB) entwickelt. Seit dem 12. Mai 2026 können Berlinerinnen und Berliner unter hochwasser.berlin.de den Hochwassercheck für ihr Wohnhaus auslesen und sich über Anpassungsmaßnahmen informieren.
Allgemeine Informationen
Ort/Einrichtung
Weiterführende Links
Ziele und Aktivitäten
Für Berlin werden fortlaufend Karten erarbeitet, welche über die Gefahren durch Flusshochwasser und durch Starkregen ausgelöste Überflutungen informieren. Diese Karten sind sowohl zahlreich als auch komplex. Das Hochwasser-Infoportal bündelt die Informationen dieser Karten im „HochwasserCheck Berlin“. Hier können Berlinerinnen und Berliner die vorhandenen Karten durch die Eingabe ihrer Adresse für ihr Wohnhaus auslesen. Neben dem „HochwasserCheck Berlin“ können sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Portal über Anpassungsmaßnahmen und Themen rund um das Thema „Hochwasser in Berlin“ informieren.
Das Hochwasser-Infoportal hat das Ziel, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Hochwasser zu sensibilisieren. Hierzu wurde ein Webtool entwickelt, dass die Karten für Flusshochwasser und Starkregen ausliest und die Wassertiefe sowie eine hieraus abgeleitete erste Gefährdungseinschätzung ausgibt. Ein kurzer Fragebogen zu individuellen Risikofaktoren kann ausgefüllt und ausgewertet werden. Die Ergebnisse sowie individualisierte Anpassungsmaßnahmen können als PDF-Bericht heruntergeladen werden. In den weiterführenden Informationen finden sich zudem weitere Quellen und Ansprechpartner, um dem eigenen Hochwasserrisiko zu begegnen. Zudem wird über Verantwortlichkeiten aufgeklärt. Durch diese Einbettung der Kommunikation der Gefährdung und weitere Informationen sollen die Bürgerinnen und Bürger zur Eigenvorsorge befähigt und motiviert werden.
Meilensteine:
- Sechsmonatige Konzeptionsphase mit externer methodischer Begleitung und Einbindung der Fachämter
- September 2023: Steuerungsrunde zur Starkregen-Kommunikation – Präzisierung der Projektausrichtung und Erfassung der Nutzerbedürfnisse
- November 2023: Expert*innendialog zur Definition der Anforderungen an das Kommunikationstool mit Akteuren aus der Risikovorsorge und -kommunikation
- 2024: Entwicklung und Testung eines ersten Click Dummys für das Infoportal (Flur-Testing durch Expert*innen, anschließend Usability Testing mit potenziellen Nutzer*innen)
- Frühjahr 2025: Finalisierung des überarbeiteten Click Dummys und Beginn der Programmierung des Infoportals in Abstimmung mit SenMVKU und Berliner Wasserbetrieben
- Juli 2025: Fertigstellung einer ersten Version des Infoportals
- Anfang 2026: Öffentlicher Release des Hochwasser-Infoportals und Übergabe an SenMVKU
- Oktober 2026: Projektabschluss – Fertigstellung aller Prototypen und Übergabe der Datenplattform an die Verwaltung
Neben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und der Technologiestiftung Berlin wurde das Projekt unterstützt durch:
- BWB
- KWB
Die Zusammenarbeit wurde durch Workshops sowie intensive Diskussionen zu Bedarfen und Anforderungen strukturiert. Die Verstetigung des Tools nach Projektende war von Anfang an als eigenständiges Arbeitspaket im Projektantrag verankert.
Erkenntnisse
Das Hochwasser-Infoportal befinden sich planmäßig in der Umsetzung, der öffentliche Release des Hochwasser-Infoportals fand am 12. Mai 2026 statt. Bis Oktober 2026 werden letzte Anpassungen vorgenommen. Anschließend geht das Tool in die Verstätigung bei der SenMVKU.
Der Zugang zu sensiblen oder vertraulichen Datensätzen stellte wiederholt eine Hürde dar.
Um die Inhalte des Hochwasser-Infoportals zu strukturieren, wurden aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zum Vorsorgeverhalten von Haushalten sowie Risikokommunikation im Kontext von Starkregenereignissen genutzt. Durch dieses Vorgehen konnte ein fundiertes und umfänglichen Informationstool entwickelt werden, dass den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürgern entgegenkommt.