Nominierung Blauer Kompass: Klim:S21 – Das digitale Lernspiel zur Klimaanpassung

Die Einrichtung Pädagogische Hochschule Heidelberg, UNESCO Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation ist in der Kategorie 3 Forschungs- und Bildungseinrichtungen nominiert:

Das digitale Lernspiel Klim:S21 ermöglicht es den Klimawandel in unterschiedlichen Naturräumen von Deutschland interaktiv zu erleben. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert und in der Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg umgesetzt. Dabei wurden angelehnt an die Naturräume Deutschlands sechs Spielräume ausgearbeitet, in welchen die lokal relevanten Klimafolgen thematisiert werden: Stadt, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Nordsee, Süßwasser und Sonderkulturen. Die inhaltliche Ausarbeitung stützt sich dabei auf den Monitoringbericht, die Anpassungsstrategie, den Vulnerabilitätsbericht und ExpertInneninterviews. Die Spielenden wählen zunächst einen Spielraum und die Stärke des Klimawandels und gestalten dann den Raum mit Anpassungsmaßnahmen im Laufe des Spiels bis zum Jahre 2100. So kann ein Deich an der Nordseeküste oder der Waldumbau im Harz vor Schäden durch Klimafolgen schützen. Dabei soll auch die Auswirkung der Maßnahmen auf die sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen der Nachhaltigkeit beachtet werden. So ist die Anpassung an den Klimawandel im Sinne der Nachhaltigkeit das große Ziel bei Klim:S21. Das Spiel ist seit September 2022 kostenlos unter dem folgenden Link: www.klims21.de verfügbar.
Neben dem inhaltlichen Lernen werden die Spielenden unter der Leitperspektive der nachhaltigen Entwicklung in verschiedenen Kompetenzbereichen gefördert. Vorschläge für den schulischen Einsatz des Spiels finden sich in zahlreichen Begleitmaterialien, die auf der Website frei zugänglich sind. Das Material enthält Unterrichtseinheiten, welche die Einbettung des Spiels in den Unterricht ab der achten Klasse erleichtern. Weiterhin hat ein Jugendwettbewerb das Projekt abgerundet. Hierbei sollten die Teilnehmenden einen Ort in ihrer Lebenswelt auf einem Poster kreativ mit möglichen Anpassungsmaßnahmen darstellen.