Nächtliche Lokalwinde zur Belüftung und Kühlung von Städten – Eine Einführung mit Vorstellung des...
Vor allem große und dicht bebaute Städte haben häufig mit einer hohen Belastung durch Hitze und schlechte Luftqualität zu kämpfen. Eine wichtige Ursache dafür ist die in Städten stark reduzierte Windgeschwindigkeit, die einen effektiven Austausch der Luft verhindert. Gerade windschwache und wolkenarmen Wetterlagen, bei denen sich die städtische Wärmeinsel sowie winterliche Inversionslagen besonders stark ausbilden können, sind aber auch günstig für die Ausbildung lokaler Windsysteme wie Kaltluftabflüsse oder Flurwinde. Diese können vor allem in der Nacht kühle und von Schadstoffen unbelastete Luft aus dem Umland in die Stadt führen. Die Wirksamkeit der Belüftung wird hierbei stark beeinflusst von der Geländeform, der Vegetation und der Bebauung sowie der Ausprägung von Kaltluft- oder Frischluftschneisen.
Für eine nachhaltige Stadtplanung, gerade auch in Zeiten einer steigenden Hitzebelastung müssen deshalb die für die Stadt relevanten Kaltluftentstehungsgebiete sowie Kaltluftabflussbahnen geschützt oder wo möglich noch verstärkt werden.
Die beiden Vorträge vermitteln Kenntnisse über die Bildung und das Abflussverhalten von lokaler Kaltluft, und ihre Bedeutung für das Stadtklima. Im zweiten Teil werden Grundlagen zum Kaltluftabflussmodell KLAM_21 des DWD vermittelt sowie ein neues Online-Tool des DWD vorgestellt, mit dessen Hilfe Kaltluftabflüsse visualisiert und zukünftig auch online simuliert werden können.
Vortrag 1: Frischer Wind für die Stadt: lokale nächtliche Windsysteme - wie sie entstehen und wie sie das Stadtklima beeinflussen (Dr. Heike Schau-Noppel)
Vortrag 2: Vorstellung des Kaltluftabflussmodells KLAM_21 und des darauf aufbauenden online Beratungswerkzeugs ORKA-DE (Dr. Meinolf Koßmann)
Webex MeetingLink
https://dwd.webex.com/dwd/j.php?MTID=m7cdfda9090e00df54bb0bc49359a3de0
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