Klimaanpassung: von 0 auf 100 in …
Ausgangslage:
Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen global und regional in unterschiedlicher Weise. Klimarisiken reichen von vermehrten Schäden an kritischen Infrastrukturen bis hin zu komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen, die die regionale Wertschöpfung beeinträchtigen können. Es können sich allerdings auch Chancen für Kommunen aus dem Klimawandel ergeben. Klimaanpassung ist eine anspruchsvolle Querschnittsaufgabe, die zu großen Teilen auf kommunale Akteur:innen abgewälzt wird. Durch Schnittpunkte und Wechselwirkungen mit anderen kommunalen Querschnittsaufgaben wie Klimaschutz, Katastrophenschutz, Stadt- und Raumplanung und weiteren Tätigkeitsfeldern in der allgemeinen Daseinsvorsorge ist auch die personelle und organisatorische Verankerung der Klimaanpassung eine anspruchsvolle Aufgabe. Weitere Herausforderungen wie Digitalisierung, Strukturwandel, Cyberangriffe und Personalmangel machen es Kommunen nicht einfacher, sich erfolgreich an den Klimawandel anzupassen.
Das Klimaanpassungsgesetz (KAnG) des Bundes, aber vor allem die Folgen aktueller medienwirksamer Extremwetterereignisse wie etwa Dürren im Jahr 2018, Hitzewellen im Jahr 2019, der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021, einem zerstörerischen Tornado im Jahr 2022, den Hochwassern im Saarland, Baden-Württemberg und Bayern im Spätfrühling diesen Jahres zeigen, dass Klimaanpassung eine dringliche Aufgabe ist.
Ziel:
Mit unserem Workshop möchten wir in einem ko-kreativen Prozess gemeinsam mit Klimaanpassungsmanager:innen und weiteren kommunalen Akteur:innen konkrete Handlungsbedürfnisse ableiten und Lösungsstrategien dafür erarbeiten. Auf der Basis unserer Recherchen und Vorarbeiten, wie der umfangreichen Literaturrecherche und den Gesprächen mit mehr als 25 Klimaanpassungsmanager:innen haben wir folgende Kernziele für den ko-kreativen Prozess definiert:
(1) Zielverständnis entwickeln. Wir möchten ein gegenseitiges Verständnis für die Ziele der Klimaanpassung entwickeln: Was bedeutet Klimaresilienz und wo kann und soll die Reise hingehen?
(2) Ko-kreationsmethoden weiterentwickeln. Wir möchten Methoden der multidisziplinären Zusammenarbeit auf den Prüfstand stellen und vergleichen. Welche Formate und Methoden zur Einbindung unterschiedlicher Perspektiven machen Sinn?
(3) Nutzendenkreis identifizieren: Wir möchten die Stakeholder:innen der kommunalen Klimaanpassung klarer abgrenzen und deren Bedürfnisse bei Zusammenarbeit und Kommunikation besser einschätzen: Wer macht mit?
Agenda:
• 09:00 bis 09:15 Uhr: Impulsvortrag - Klimaanpassung: von 0 auf 100 in unter 15 Minuten.
• 09:15 bis 09:45 Uhr: Vorstellungsrunde.
• 09:45 bis 10:30 Uhr: Interaktive Session I - Definition Klimaresilienz.
• 10:30 bis 11:00 Uhr: Diskussion I - Status Quo.
• 11:00 bis 11:15 Uhr: Kurze Pause.
• 11:15 bis 12:15 Uhr: Ideenwerkstatt Werkzeuge effizienter Klimaanpassung.
• 12:15 bis 12:45 Uhr: Diskussion II - Erfolgsfaktoren Klimaanpassung.
• 12:45 bis 13:00 Uhr: Resumé.