Hitze und Gesundheit in Duisburg: Ergebnisse einer repräsentativen Haushaltsbefragung

Auf der Ebene von sozialen Folgen des Klimawandels werden öffentlich und wissenschaftlich insbesondere Effekte auf die humane Gesundheit untersucht und diskutiert. In den Fokus rückt dabei das Extremwettereignis Hitze bzw. Hitzewellen, das unter den verschiedenen Extremwetterereignissen für einen erheblichen Teil von Mortalität und Morbidität ursächlich ist. Besonders stark betroffen von thermischer Belastung sind verdichtete urbane Räume, wie sie in einigen Stadtteilen Duisburgs vorliegen, und die dort lebende Bevölkerung.

Vor diesem Hintergrund hat das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung an der Universität Duisburg-Essen (RISP) im Rahmen des BMBF geförderten Projektes R2K-Klim+ in Abstimmung mit der Stadt Duisburg eine repräsentative Haushaltsbefragung durchgeführt. Mit der Befragung wurden Daten und Anhaltspunkte für die von den Bürger:innen wahrgenommene Hitzebelastung ermittelt. Entsprechende Daten sind auf der Handlungsebene elementar, z.B. für vielerorts in Angriff  genommene kommunale Hitzeaktionspläne. Das Hauptziel war es Vulnerabilitäten, Anpassungskapazitäten, Erwartungen und Bereitschaft der Bewohner:innen Duisburgs zu erheben, um ein detailliertes Bild der thermischen Belastungen, subjektiven Wahrnehmungen und Anpassungsmaßnahmen der Haushalte (bereits genutzte und ungenutzte) zu gewinnen.

Im Einzelnen werden in der Veranstaltung Befragungsergebnisse zu folgenden Themen vorgestellt: subjektive Hitzebelastung, individuelle Anpassungskapazitäten an thermische Belastung, das vorhandene Wissen über Hitzeschutzmaßnahmen und das richtige Verhalten bei Hitze, die Bereitschaft hitzegefährdete Menschen zu unterstützen, die Akzeptanz von Hitzeschutzmaßnahmen im öffentlichen Raum, die Bewertung der Informationsarbeit von Akteuren aus den Bereichen Medien, Politik und Gesundheit sowie die Verortung von informationellen Zuständigkeiten verschiedener Akteure.